Begin: 11.02.2012 14:30
Zeitzone: Europa/Berlin
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Parteiübergreifende Demonstration gegen ACTA in Erfurt
Am 26. Januar 2012 unterzeichnete eine Delegation der EU das umstrittene Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) in Tokio. Damit das Abkommen Gültigkeit erlangt, muss es noch vom EU-Parlament und auch dem deutschen Bundestag verabschiedet werden.
Wir Bürger haben somit noch die Möglichkeit, die Verabschiedung aufzuhalten!
ACTA ist ein weiterer Schritt hin zum Präventionsstaat und verlagert sogar die hoheitlichen Aufgaben der Ermittlung auf private Unternehmen. Es soll weltweit angewandt werden, obwohl viele davon beroffene Staaten weder bei dem Abkommen mitwirken durften, noch dieses mit unterzeichnen. Ob im Internet, dem Arzneimittelmarkt oder vielen anderen Lebensbereichen, ACTA erlaubt eine direkte Kontrolle vieler unserer Lebensbereiche durch die Inhaber konkreter Produkt-Marken.
Das müssen wir Bürger dringend zusammen verhindern - jetzt ist es noch nicht zu spät!
Deshalb rufen die PIRATEN Thüringen zu der parteiübergreifenden Demonstration ACTA ad acta auf! Für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit!
Die Demonstration beginnt am Samstag, den 11. Februar 2012 ab 15 Uhr in Erfurt. Treffpunkt ist der Anger. Zeitgleich finden nach der bisherigen Planung 48 nationale und 110 internationale ACTA-Demonstration statt.
Weitere Informationen finden sich auf der Facebook-Event-Seite oder im Planungs-Piratenpad.
Nach den Feiertagen traf sich am 18. Januar der Ortsteilrat Zentrum wieder. Diesmal im neuen Ortsteilbüro in der Bachstraße 22. Dieses für alle Bürger offene Büro wird zusammen mit dem Ortsteilrat Jena-West unterhalten und soll von nun an eine Anlaufstelle für Interessierte sowie für alle die Ortsteile betreffenden Anfragen bieten. Ich freue mich auf ihren Besuch.
Als Gast in unserer Mitte durften wir dieses mal Jörg Seiler, Ortsteilbürgermeister Jena-West, begrüßen. Mit ihm wurden mögliche gemeinsame Projekte der beiden Ortsteilräte besprochen. So hat der Ortsteilrat West vor ein gemeinschaftliche Reinigung der Leutra anzuregen welcher wahrscheinlich in den letzten Apriltagen stattfinden soll. Ziel ist es das gemeinsam mit Anwohner das Leutraufer von im Winter anfallenden Müll zu reinigen. Ein Müllcontainer und Handwerkszeug wird durch den Ortsteilrat organisiert und ansonsten werden viele freiwillige Hände benötigt die mit helfen wollen unsere Stadt etwas schöner erscheinen zu lassen. Ähnliches ist auch im größeren Maßstab mit dem Saaleufer geplant an dem sich im letzten Jahr schon der Ortsteilrat Jena-Zentrum beteiligt hat.
Ein nächstes größeres Thema soll auch der Jahnplatz sein. Bis jetzt nur als ungeordnete Abstellfläche für Autos genutzt soll diskutiert werden in wie weit es möglich ist den Platz ansprechender und schöner zu gestalten so das er den Namen Platz - welcher zum Verweilen einlädt - auch verdient. Um auch keine Interessen von Anwohnern außer Acht zu lassen wird eine Planungszelle gegründet die gemeinsam eruieren soll, welche Verwendung der Platz in Zukunft haben soll. Es ist uns allen durchaus bewusst das das Parkplatzproblem immer noch massiv ist und in Planungen mit einfließen muss. Ich rufe darum alle interessierten Bewohner von Jena-West auf, sich daran zu beteiligen - denn Bürgerbeteiligung lebt von der Beteiligung von Bürgern, so banal das auch klingen mag.
Passend zum Thema möchte ich auch alle Bewohner von Jena am 22.02.2012 für 18:30 in die Rathausdiele einladen. Dort soll der Juryentscheid zum Thema Eichplatz bekannt gegeben werden. Wir erinnern uns das die Jury von der Stadt als höchste Form der Bürgerbeteiligung gefeiert wurde. In dem Gremium von 3 Stadträten und 6 Experten sitzen unter anderem auch drei zufällig ausgewählte Bürger. Leider gibt es bis jetzt keinen aktuellen Stand da sämtliche Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Meiner Meinung nach würde eine wirkliche Beteiligung deutlich weitergehen. Es ist auch nicht nachvollziehbar weshalb sämtlichen Entwürfe nur im geheimen gesichtet werden dürfen. Zwar wird dies oft mit dem Schutz der Unternehmen begründet, wobei man sich fragen sollte wer mehr Rechte haben sollte - Unternehmen oder die Bürger einer ganzen Stadt. Wenn wirklich Interesse an einer Bebauung des Platzes besteht, werden sich trotzdem Interessenten finden, die auch bereit sind unter diesen Bedingungen Entwürfe der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Ebenfalls möchte ich auf unsere Verleihung des Preises „Helden des Alltages“ hinweisen, der dieses Jahr das erste mal vom OTR-Jena-Zentrum am 28.03.2012 verliehen wird. Dieser Preis soll in Zukunft jedes Jahr verliehen werden wobei die Vorschläge aus den Reihen der Bürgern kommen sollen.
Als letzte Veranstaltung möchte ich auf eine Informationsabend für die Wagnergasse hinweisen. Inhaltlich soll es um die geplante Sanierung der Abwasserleitungen gehen, das immer wieder aktuelle Thema Lärmbelästigung und inweit ein Wagnergassenfest noch Zukunft hat. Zum Thema Abwasserleitungen wird Herr Seiler, als Experte für den Tiefwasserbau zur Verfügung stehen. Schonmal eines vorweg: es wurde vohrer oft diskutiert das die Leitungen kurz nach der Wende saniert wurden, sodass eine erneute Sanierung nicht zweckmäßig erscheint - vor allem unter dem Gesichtspunkt der Kosten für die Anwohner.
Herr Seiler konnte in der Sitzung schon klären das es nach der Wende keine Sanierung der Wasserleitung gab, sondern das es sich in der Wagnergasse die ältesten Wasserleitungen von Jena befinden. Diese Sanierung ist damit zwingend notwendig und würde auch keine Kosten für die Anwohner verursachen. Ich hoffe, dass sich am Informationsabend auch weitere Fragen zur allgemeinen Zufriedenheit klären lassen. Leider musste der geplante Termin auf ein noch unbekanntes Datum verschoben werden.
Desweiteren wurde über einen geplanten Schulstandort im Bereich Jena-West/-Zentrum Diskutiert. Nach aktuellen Informationen wurde die Option am Westsportplatz verworfen und ein eventueller Standort im jetzigen Kliniksbereich an der Bachstraße erwogen. Dies führte zur Debatte ob es überhaupt möglich sein wird, Grundstücke zwischen Stadt und Universität zu tauschen. Dies wäre eine Option falls es wirklich zu einer Campuserweiterung kommt sollte. Aber nach längerer Diskussion stellte es sich heraus, dass ein Tausch wahrscheinlich rechtlich gar nicht möglich sei, da aufgrund des hohen Immobilienwertes eine EU-weite Ausschreibung nötig wäre. Zudem gehört das Grundstück an der Bachstraße dem Finanzministerium, sodass die Universität gar nicht berechtigt wäre einen Tausch durchzuführen. Auch wäre es möglich, dass die Universität beide Flächen für sich selber benötigt. Zudem ist die gesamte Finanzierung des „Neuen Campus“ noch völlig in den Sternen. Für die Sitzung im April ist geplant, einen Kliniksvertreter und einen Vertreter der Universität einzuladen, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Man kann außerdem nur hoffen das bei der Planung des Inselplatzes nicht wieder die selben Fehler gemacht werden wie damals beim Eichplatz.
Nun denn, auf ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2012.
Am Donnerstag, den 26. Januar 2012 traf sich der Vorstand der Piratenpartei Jena um 20:15 Uhr in der Quergasse No. 1 zur regelmäßigen öffentlichen Vorstandssitzung. Unter anderem wurden folgende Punkte diskutiert bzw. festgestellt:
aktuelles Guthaben: 5.219,72 €
der Oberbürgermeister hat die Piraten zu einem Gespräch zum Kennenlernen geladen - Wieland hat sich mit dem OB getroffen und über den offenen Brief bzgl. Stadtratsstreaming und die Piraten in der Kommunalpolitik gesprochen
die Vorbereitungen zum Kreisparteitag 2012.1 laufen nach Plan
wir sind in der Organisation des OB-Wahlkampfes von Andreas Mehlich stark involviert
zur Betreuung und zum erfolgreichen Einbringen der Neupiraten wurde Gerald Albe (Gründungvorstandsmitglied der Piraten Jena) zum Neupiratenbeauftragten ernannt; der geplante Neupiratenworkshop wird nun mit höchster Priorität vorbereitet
Das vollständige Ergebnisprotokoll findet sich im Wiki. Die nächste Vorstandssitzung der Piratenpartei Jena findet am Dienstag, dem 07. Februar 2012 um 20 Uhr online im Mumble statt.
Begin: 29.01.2012 15:00
Zeitzone: Europa/Berlin
Begin: 29.01.2012 15:00
Zeitzone: Europa/Berlin
Am Sonntag, 29. Januar 2012 gründet sich ab 15:00 Uhr der Verein des Hackspace Jena in einem Konferenzraum im JenTower.
Treffpunkt ist 14:45 Uhr vor dem Haupteingang des Turms.
Informationen finden sich im Wiki des Hackspace.
Als die Jenaer Piraten am 29.08.2011 ihren zweiten Geburtstag mit einem festlichen Herbstempfang begingen, hat Jazz und Lounge-Musik den Abend untermalt. Was viele Gäste wohl nicht bemerkt haben: Die Musikstücke standen ausnahmslos unter CreativeCommons-Lizenz, sind damit kostenfrei verfügbar und können öffentlich gespielt werden, ohne dass GEMA-Gebühren anfallen. Fündig wurden wir dabei auf Jamendo, der bekanntesten Plattform für freie Musik im Netz. Um uns für die Nutzung dieser Musik zu bedanken, haben sich die Piraten Jena dazu entschlossen eine 50 Euro Spende auf die gespielten Künstler zu verteilen. Dazu kommen 30 weitere Euro aus privater Kasse, so dass je 20 Euro auf vier Künstler verteilt werden können:
Kitchen Blake ( US )
Walter Mazzaccaro ( Italien )
ScrAtch.L ( Frankreich )
Nörvàdem (David Pla Valles) ( Spanien )
Eigentlich war auch Artem JAZZGUN Vasylchenko mit seinem Album "Suite about sins" für eine Spende vorgesehen. Er hat allerdings die Spendenfunktion deaktiviert, um (wie wir mal dreist unterstellen) den Gedanken freier Musik nicht durch kommerzielle Interessen zu verwässern. In dem Fall bleibt uns also nur ein "Herzlichen Dank! :-)".
Begin: 15.01.2012 15:00
Zeitzone: Europa/Berlin
Begin: 15.01.2012 15:00
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Am Sonntag, dem 15. Januar 2012 treffen sich ab 15 Uhr im "Roten Elephant" Erfurt die Jungen Piraten in Thüringen um den ersten offiziellen Stammtisch zu verantalten und die Crew "Junge Piraten Thüringen" zu gründen.
Die Jungen Piraten e. V. sind die offizielle Jugendorganisation der Piratenpartei Deutschland und setzen sich für freie Bildung, Stärkung der Bürger– und Menschenrechte sowie die freie Selbstbestimmung aller Menschen ein. Die Jungen Piraten fördern und unterstützen Jugendliche, die sich politisch engagieren, weiterbilden und weiterentwickeln wollen. Weitere Informationen finden sich auf der Website.
Außerdem: Am 28. und 29. Januar 2012 veranstalten die Jungen Piraten in Nürnberg ihre erste Bundesmitgliederversammlung im Jahr 2012.
Am Dienstag, den 10. Januar 2012 traf sich der Vorstand der Piratenpartei Jena um 20 Uhr online in einer Mumble-Telefonkonferenz zur regelmäßigen öffentlichen Vorstandssitzung. Unter anderem wurden folgende Punkte diskutiert bzw. festgestellt:
aktuelles Guthaben: 5.127,35 €
wir haben mittlerweile 50 Mitglieder im Kreisverband
wir konnten mit unserem Jahresrückblick, unserem Mitgliederzuwachs und unserem offenen Brief an den OB bzgl. des Stadtratsstreaming Aufmerksamkeit von Presse und Öffentlichkeit erringen
am 23. Januar wird unsere Hochschulgruppe im Format "openHörsaal" den CreativeCommons-Film "CH7" vorführen
am 20. Januar findet unser Stammtisch erstmals in der ersten Etage vom Alt-Jena statt
wir werden nun im neuen Jahr eine Workshop-Veranstaltung über die Arbeitsmittel und Plattformen der Piratenpartei für Neu- und Alt-Piraten anbieten
Das vollständige Ergebnisprotokoll findet sich im Wiki. Die nächste Vorstandssitzung der Piratenpartei Jena findet am Dienstag, dem 24. Januar 2012 um 20 Uhr in der Quergasse No. 1 statt.
Im Vergleich mit Erfurt und Weimar, schrieb Vid Silber neulich in der TAZ, ist Jena der "uncoole Streber, der einem die Hausaufgaben macht". Mittlerweile gibt es aber Beispiele, bei denen Jena nicht mal mehr die eigenen Hausaufgaben macht. Was bleibt dann noch vom stolzen Image der "Stadt für Fortgeschrittene"?
So tagt der Jenaer Stadtrat pünktlich einmal im Monat – es sei denn es ist Sommerpause – und wer an diesem Tag Zeit hat, kann als Gasthörer an der öffentlichen Sitzung im Rathaus teilnehmen. Wer es etwas bequemer mag, hat die Gelegenheit, sich die Wiederholung der Sitzung auf Jena TV anzuschauen. Sofern er dazu Zeit findet. Hat er sie nicht, ist auch die Sendung vorbei und die Gelegenheit dahin. Schade eigentlich, wenn man sich als Bürger für die Stadtpolitik interessiert und ein wenig hinter die Kulissen schauen will.
Mit "Höhe der Zeit" oder "Stand der Technik" hat der derzeitige "Service" der Stadt wenig zu tun. Wirklich modern würde nämlich bedeuten, die Sitzungen aufzuzeichnen und online zu stellen, damit jeder zu einem Zeitpunkt der eigenen Wahl die Debatten im Stadtrat verfolgen kann. Noch moderner wäre es, das Ganze mit Live-Streaming zu kombinieren; damit könnte man als interessierter Bürger die Sitzungen sogar live verfolgen.
Interessanterweise gibt es eine Aufzeichnung bereits, zwar in schlechter Qualität, aber es gibt sie. Nur weiß das keiner. Vielleicht soll es auch keiner wissen. Wer nämlich ab und an die Webauftritte von OTZ und TLZ besucht und sich dort zum Jenaer Lokalteil durchgeklickt hat, wird möglicherweise in der rechten Seitenleiste einen kleinen Link bemerkt haben: "Die Stadtratssitzung im Video". Tatsächlich kann man sich hier die jeweils letzte Sitzung im Internet anschauen. Sogar durchaus komfortabel mit Direktlinks zu den einzelnen Tagesordnungspunkten. Auf der Internetseite der Stadt www.jena.de findet sich dazu – nichts. Kein Link, kein Hinweis, keine Empfehlung im Sitzungskalender des Stadtrats. Auch im hohen Hause selbst wurde das Thema bislang eher wenig beachtet. Auf einer Tagungsordnung findet man dazu letztmalig 2006 etwas, seitdem scheint sich niemand mehr dafür zu interessieren. Für eine "Stadt der Wissenschaft", die immer "Schritt für Schritt" anderen voraus sein will, ist das, gelinde gesagt, eine schwache Leistung.
Doch als ob sich die Stadtverwaltung für keinen Witz zu schade ist, kommt es noch besser. Als nämlich die Piraten Jena über ihren Vorsitzenden Carsten Eckart mit einer Bürgeranfrage im Stadtrat anregen wollten, sich mit dieser Problematik zu befassen, bekamen sie eine denkwürdige Antwort. Aus dem Büro des OB ließ man sich herab, "darauf hinzuweisen, dass nur Bürger der Stadt Jena in der Bürgerfragestunde des Stadtrates (§ 10 der
Geschäftsordnung für den Stadtrat und die Ausschüsse der Stadt Jena) eine Frage stellen können. Wer 'Bürger' ist, wird in § 10 Abs. 2 ThürKO geregelt. Parteien – auch solchen, die nicht in Fraktionsstärke im Stadtrat vertreten sind – steht das Fragerecht nicht zu."
Aha, alles klar. Übersetzt man aus dem Amtsdeutsch, heißt das: Ein Bürger, der Mitglied in einer Partei ist, die nicht als Fraktion im Stadtrat vertreten ist, hat nicht zu fragen. Oder anders ausgedrückt: wenn da irgendwo PIRATEN drauf steht, stellen wir uns am besten erstmal quer. Könnte ja sein, dass es irgendwie peinlich wird.
Statt auf den Sachverhalt einzugehen oder überhaupt nur anzuerkennen, dass die Stadt mal wieder ein Problem hat, das andere Kommunen längst zur Zufriedenheit ihrer Bürger geklärt haben, zauberte man überdies noch eine "Reihenfolge" aus der verstaubten Amtskiste. Da man die Anfrage in vier einzelne Fragen zu unterschiedlichen Sachverhalten unterteilen könne, müsse man die Anfrage auch auf vier einzelne Stadtratssitzungen verteilen. Auf eine vollständige Beantwortung würde man so stattliche vier Monate warten!
Lieber Herr Oberbürgermeister, wir verstehen, dass man nicht auf alles gleich eine Antwort parat hat. Wir verstehen auch, wenn man erst Informationen einholen oder kompetenten Rat hinzuziehen muss. Aber finden Sie nicht auch, dass diese Arbeitsweise Ihrer Verwaltung nur Kopfschütteln auslöst und so gar nichts mit Bürgerbeteiligung, Service und Transparenz zu tun hat?
In diesem Sinne erlauben wir uns ganz im Interesse vieler Bürger dieser Stadt – dieses Mal ganz öffentlich und für jeden nachlesbar – unsere Anfrage ein zweites Mal zu stellen (siehe Anhang) und hoffen auf eine zeitnahe und plausible Antwort, die einfach nur der Tatsache geschuldet ist, dass hier "Bürger" Verbesserungsbedarf sehen.
Anhang: Anfrage bezüglich Stadtratsstreaming (pdf)
Mit dem Jahr 2011 endet das dritte Kalenderjahr, in welchem die Piraten die politische Landschaft Jenas stark mitgeprägt haben. Und es gab für uns wieder sehr viel zu tun. So war das Thema Bürgerbeteiligung beispielsweise über das gesamte Jahr hinweg im Fokus engagierter Lokalpiraten. Sei es bei der Unterstützung der Bürgerinitiative MeinEichplatz durch die zur Verfügung gestellte Webseite und personelle Mitarbeit oder beim Jenaer Bürgerhaushalt, bei dem sich ebenfalls Piraten das gesamte Jahr über mitengagiert haben. Gegen Ende des Jahres erwies sich mit der späten Veröffentlichung des fortgeschrittenen Planungsstandes der Inselplatzbebauung allerdings, dass noch immer keine Kultur der Transparenz und bürgerlichen Mitsprache in die Stadt Einzug gehalten hat. Hier wird für die Piraten in den nächsten Jahren noch viel zu tun sein.
Auch die Transparenz war erneut ein laufendes Thema der Piraten Jena im Jahr 2011. So haben die Piraten eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz an die Stadt Jena gestellt, um Aufschluss darüber zu erlangen wie die Stadt mit derartigen Anfragen umgeht und wie die Kosten-/Nutzen-Verteilung der doch sehr häufigen städtischen Imagekampagnen aussieht. Die Antworten auf beide Fragen waren eher ernüchternd. Auch zur Häufigkeit und dem Umfang geschlossener Stadtrats- & Ausschusssitzungen gab es hier Kritik an der Stadt. Immerhin wurden dort hinter verschlossenen Türen häufig die heißesten Themen entschieden, ohne dass der Bürger auch nur davon wissen dürfte, um was es ging. Um auf diesen Mißstand aufmerksam zu machen, protestierten die Piraten während einer dieser Sitzungen vorm Rathaus.
Auch ein staatliches Großprojekt warf in diesem Jahr seinen Schatten auf die kommunale Ebene hinab: der Zensus. Trotz aller triftiger Bedenken, ob diese überhaupt mit dem Grundgesetz vereinbar war, wurde die erste Volkszählung des wiedervereinigten Deutschlands in diesem Jahr durchgeführt. Die Piraten Jena haben die ungenügende Aufklärung von Staatsseite durch kritische Informationen ergänzt und sowohl bei Informationsständen als auch bei einer Informationsveranstaltung der Piraten Hochschulgruppe über die zahlreichen Probleme und Gefahren aufgeklärt, um sich schlußendlich in einer Plakataktion klar und deutlich gegen den Zensus auszusprechen.
Aber es gab durchaus auch erfreulichere Aktionen in diesem Jahr. So haben die Piraten Jena beispielsweise dem Musikpiraten e.V. im Umfeld Jenas bei der Verteilung der kostenlosen Liederbücher unterstützt, die nach und nach an alle Kitas Deuschlands vergeben werden sollen. Die Musikpiraten hatten auf einen Skandal um die GEMA-Forderungen an Kitas Ende 2010 reagiert, bei dem diese plötzlich Gebühren zahlen sollten, wann immer sie für die Kinder Seiten aus einem Liederbuch kopiert und verteilt haben. Bei den verteilten Liederbüchern der Musikpiraten ist das Kopieren nun nicht nur erwünscht sondern ausdrücklich gebührenfrei.
Erstmals präsentierten sich die Piraten in diesem Jahr auch mit einem Stand bei der Veranstaltung des DGB zum 1. Mai. Mit dem damaligen politischen Geschäftsführer der Bundespartei Christopher Lauer konnte ein prominenter deutscher Pirat für eine Rede gewonnen werden, die von zahlreichen Zuhörern mit lautem Beifall quittiert wurde. Im August waren die Piraten Jena dann selbst Gastgeber verschiedener politischer Akteure als der zweite Geburtstag des Kreisverbandes Jena mit einem Herbstempfang im Haus Wettin feierlich begangen wurde. Die Veranstaltung hat viel Spaß gemacht. Neben mehreren Stadträten, einem Bundestagsabgeordneten, Repräsentanten der Stadtverwaltung, des DGB und des Bürgerhaushalts sowie Gästen von anderen Verbänden der Piratenpartei, waren mit Andreas Mehlich und Denis Peisker auch zwei der Kandidaten für die kommende Oberbürgermeisterwahl vor Ort. Mit seiner Rede vor Ort sowie zahlreichen Gesprächen mit den Mitgliedern der Piraten Jena, die noch folgen sollten, konnte der parteiunabhängige Kandidat Andreas Mehlich die Piraten letztendlich überzeugen, dass sein Einsatz für die Themen Bürgerbeteiligung und Transparenz ihre Unterstützung im kommenden Wahlkampf und darüber hinaus verdient.
Und auch unser Redner vom 1. Mai sollte ein paar Monate später erneut von sich Reden machen, als er als einer von 15 Piraten in das Berliner Abgeordnetenhaus einziehen konnte. Ein Erfolg der auch an den Jenaer Piraten nicht spurlos vorbeigegangen ist. Die Stammtische in der Quergasse waren zeitweise derart gefüllt, dass die Örtlichkeit aus allen Nähten zu platzen drohte und die Mitgliederzahlen sind sprunghaft auf mittlerweile fast 50 Piraten angestiegen. Wir freuen uns über alle neuen Mitglieder und hoffen, dass wir gemeinsam im nächsten Jahr noch mehr leisten und Jena weiter nach vorne bringen können.
Begin: 20.01.2012 19:00
Zeitzone: Europa/Berlin
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Die Piraten in Jena treffen sich heute, am 20. Januar 2012 zum offenen Stammtisch in der ersten Etage des "Alt Jena".
"Alt Jena"
Markt 9
07743 Jena
Unter anderem reden wir über diese Themen:
Judith Kröker, parteineutrale Landratskandidatin im Saale-Holzland-Kreis mit piratigen Themen - Judith wird vrstl. anwesend sein
anstehende Landtagswahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein
Offene Diskussion zum Thema "Kommunikation und sozialer Umgang miteinander in der Piratenpartei"
Offene Diskussion zum Thema "Rasanter Mitgliederanstieg, Chancen und Risiken"
der anstehende Kreisparteitag im Februar
In den Wintermonaten beginnt unser regelmäßiger Stammtisch bereits 19:00 Uhr. Gäste sind herzlich Willkommen!